Agroforst-Hub

Was ist ein Agroforst?

Im Agroforst werden Bäume und Sträucher ganz bewusst mit Ackerbau oder Tierhaltung kombiniert – auf derselben Fläche. Das bringt viele Vorteile wie zum Beispiel: mehr Klimaresilienz, hohe CO2 Speicherung, Bodenverbesserung, erhöhte Flächenproduktion und mehr Artenvielfalt. Gründe genug, um die Idee des Agroforsts weiter bekannt zu machen und Menschen für diese geniale Landwirtschaftsform zu begeistern! Und dafür ist der Agroforst-Hub zuständig…

Was macht der Agroforst-Hub?

Der Agroforst-Hub ist ein lebendiges Wissenszentrum, das Wissenschaft und Praxis verbindet. Auf drei Flächen in Türnich mit insgesamt fast 18 Hektar werden verschiedene Agroforst-Systeme angepflanzt, getestet und wissenschaftlich begleitet. Im Fokus stehen dabei vor allem die Wirtschaftlichkeit und die CO₂-Speicherkapazität der Systeme. Aber auch die Entwicklung der Artenvielfalt und lokale Vermarktungsmöglichkeiten für Agroforstprodukte werden erforscht und erprobt.

Gleichzeitig dient der Hub als Plattform, um Landwirt:innen, Forschende und alle Interessierte zu vernetzen. Bald entsteht hier ein inspirierender Lern- und Ausflugsort für alle, die sich für Agroforst begeistern.

Was ist das Ziel des Agroforst-Hubs?

Wetterextreme wie Dürren, Starkregen und Hitze werden immer häufiger und stellen Mensch und Natur vor große Herausforderungen. Gleichzeitig geht täglich wertvolle Ackerkrume verloren. Um die Ernährungssicherheit für eine wachsende Bevölkerung langfristig zu sichern, braucht es innovative, zukunftsfähige Landwirtschaftssysteme. Der Agroforst-Hub zeigt, wie die Integration von Bäumen in Agrarflächen zu widerstandsfähigeren Landnutzungssystemen beitragen kann. Hier werden praxisnahe Agroforst-Systeme bewirtschaftet und wissenschaftlich untersucht.

Unser Ziel? Möglichst viele Menschen – insbesondere Landwirt:innen – für Agroforst zu begeistern und das Thema mit Anschauungsflächen und praxisnahem Know-how ins Rheinische Revier zu bringen. So schafft der Agroforst-Hub die Verbindung zwischen Theorie und Praxis für alle, die Agroforst als Baustein einer zukunftssicheren Landwirtschaft in der Region etablieren möchten.

Wer steckt hinter dem Agroforst-Hub?


Das Team des Agroforst-Hubs bringt vielfältige Kompetenzen zusammen: Melanie (Foto: Mitte) leitet das Projekt, Sanghyo (vorne rechts) begleitet es wissenschaftlich mit ihrer Doktorarbeit an der Uni Bonn. Johannes (links), Ben (rechts) und Jakob setzen die Maßnahmen auf den drei Flächen praktisch um, während Maren (vorne links) dafür sorgt, dass bald alle wissen, was Agroforst ist und was beim Agroforst-Hub passiert.

Das Büro des Agroforst-Hubs und die drei Agroforst-Flächen befinden sich in und um Schloss Türnich.

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Wie finanziert sich das Projekt?

Das Agroforst-Hub wird über die Kultur- und Naturstiftung Schloss Türnich mithilfe des Förderprogramms STARK des BMWE und des Landes NRW finanziert und hat eine Laufzeit vom 01.10.2025 bis 01.10.2029.

Sie wollen unsere Projekte unterstützen? Nehmen Sie mit uns Kontakt auf: stiftung@schloss-tuernich.de 

 

Fotos: Tobias Hoppe - Bioland e.V., Christian Kleibert, GEObasis.nrw, AdobeStock

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